Veganfriendly Kiezbar

Das Kune ist ein Café und eine Bar im wunderschönen Leipziger Osten. Im Sommer kannst du es dir gut gehen lassen mit einem frisch gezapften Bier auf unserem herrlichen Freisitz und im Winter wird es muggelig mit Decken und infrarot-Wärmestrahlern draußen oder im Innenbereich auf eine rustikale Eckbank mit deinen Freunden gekuschelt.

Wir verstehen uns als guten Ort für unseren Kiez. Das bedeutet, wir achten darauf, dass es uns, unseren Gästen, dem Kiez und der Nachbarschaft, aber auch unseren Lieferanten und der Umwelt gut geht. 

Angebot

Unser Angebot muss erstmal lecker sein, dann so regional wie möglich, fair produziert und gehandelt werden und wenn möglich, aus Bio-Qualität. Und ja: wenn wir es können, ist alles vegan. Also im aktuellen Stand sind wir bei ca. 98 %. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir verurteilen oder irgendjemandem die Butter vom Brot nehmen wollen. Wir bieten eben, weil wir als Unternehmen auch Multiplikatoren sind und ganz andere Mengen verarbeiten, eine vegane Butter an. Und wir schätzen, 99 % unserer Gäste merken das nicht mal. Wir haben bereits viel Engagement verwendet, unsere angebotenen Produkte, Speisen und Getränke für eine nachhaltigere Umwelt auszurichten und werden dies immer weiter vertiefen. Das gehört essenziell zur Antwort auf unsere Frage, wofür wir arbeiten. 

Kaffee

Unsere zapatistische Espresso-Bohne Durito, die wir im Ausschank haben, kommt vom Kaffee Libertad Kollektiv. Die KaffeebauerInnen werden fair behandelt und verkaufen ihre Bohnen aus selbst organisierten Kollektiven in Mexiko, Honduras und Kolumbien. Geröstet werden die Rohbohnen in Hamburg in einem Trommelröstverfahren. Dies ist besonders langsam und schonend und so kommen die wunderbaren schokoladigen Noten heraus, die ihr in einem Cappuccino bei uns genießen dürft.

Milch

Wir haben verwenden Hafermilch von oatly und alpro sowie Kuhmilch von der Gläsernen Molkerei. Dabei haben wir nach einigem Für und Wider gemeinsam als Team entschlossen, keinen Aufpreis für Pflanzenmilch zu nehmen. Eigentlich kostet Pflanzenmilch derzeit im Einkauf fast doppelt so viel wie Kuhmilch. Das würde bei einer logischen Kalkulation bedeuten, dass auch der Cappuccino, der hauptsächlich aus Milch besteht, fast doppelt so teuer sein müsste. Ein Aufpreis von 30 Cent wären dann ja trotzdem zu wenig, damit wir mit dem Kuhmilch-Cappuccino genauso viel verdienen, wie für den Hafer-Cappuccino. Und in diesem Dilemma stecken viele Unternehmen, die richtig handeln wollen, aber eben morgen auch noch Löhne zahlen möchten. Wir denken, manchmal zahlt sich das richtige Verhalten nicht sofort aus und man braucht etwas Erfindungsreichtum und Glauben an die Zukunft, um etwas zu wagen. So haben wir mit unseren Lieferanten verhandelt und für größere Abnahmemengen bessere Preise ausgehandelt und vermittelt, warum uns das bei Hafermilch besonders wichtig ist-das hat auch unsere Lieferanten dazu gebracht, insgesamt mehr veganes Sortiment einzuführen und somit in die Bedürfnisse von morgen zu investieren. Danke Metro an der Stelle für den Beistand dabei! Als weiteren Punkt haben wir die Ausgangspreise für alle Milchgetränke nach oben angepasst- so stimmt es bei uns trotzdem unter dem Strich. Und man hat als Gast nicht das Gefühl, dass man für die umweltfreundliche Alternative mit einem Aufpreis bestraft wird. Und so haben wir gemerkt, dass wir mit der Zeit immer mehr Hafermilch-Getränke ausschenken. Wir sind sogar so weit, dass die Hafermilch der Kuhmilch den ersten Rang abgetreten hat. Das ist sehr unüblich, freut uns aber umso mehr.

Ganz grundsätzlich ist es nun mal so: Kuhmilch dürfte gar nicht so günstig sein. Die Ressourcen, die notwendig sind, einen Liter Kuhmilch zu produzieren, sind unglaublich aufwendig und teuer für Mensch, Tier und Umwelt. Und nur dank Subventionen kann zum Schluss eine Packung Kuhmilch für 1 Euro im Supermarkt stehen. 

Da wir selbst unser Geld damit verdienen, Lebensmittel zu verkaufen, können wir nicht nachvollziehen, wie man ein so herstellungsintensives Lebensmittel so billig verkaufen kann.

Das ist für uns keine Karte, die wir auf die Zukunft spielen wollen. Und wir haben den Eindruck, dass immer mehr Gäste das als eine gemeinsame Stärke sehen. 

Verpackung

Natürlich haben wir noch viel zu viel Verpackung. Nach unserem Empfinden.  Dennoch haben wir schon ein gutes Stück zurück gelegt auf unserer Reise für weniger Verpackungsmüll.

Beginnen wir am Ende: Wenn man einen Cappuccino to Go bestellt, bekommt man diesen in der Regel In einem Pappbecher, Kaltgetränke auch Mal in einem Einweg-Plastikbecher. Das ist unglaublich komfortabel für unterwegs und man hat in seinem Leben an ein Detail weniger zu denken. Das ist aber Grund genug, dass wir uns Gedanken machen, wie wir eine ressourcenschonendere Lösung für euch anbieten können, die trotzdem flexibel und komfortabel ist. Also haben wir umfassend recherchiert und und uns dann von oekocup eigene Pfandbecher aus ca. 90% recyceltem  Kunststoff produzieren lassen. Die kosten euch nichts, denn den Pfand bekommt ihr natürlich wieder. Das hat den Vorteil, dass ihr nicht daran denken müsst, euch morgens einen Becher mitzunehmen, denn manchmal weiß man da noch nicht, dass man später Kaffee-Durst bekommt. Auch halten die Becher extra-lange warm, sind sehr leicht und trotzdem stabil. Sie passen also nach deinem Cappuccino-Genuss auch mal in die Jackentasche. Und wir übernehmen die hygienische Reinigung mit unserer extra-heißen Profi-Spülmaschine. Wir haben unsere erste Charge Becher Anfang 2020 bestellt und waren während der to-go Zeit durch die Lockdowns während der Pandemie sehr glücklich, dass wir so gut vorbereitet waren und somit viel Verpackungsmaterial einsparen konnten. Mittlerweile haben wir schon manche unser KollegInnen aus dem Kiez überzeugen können, mitzumachen und haben ein kleines Netzwerk aufgebaut, damit ihr eure Becher überall unkompliziert wieder befüllen oder zurück geben könnt.

So sind zum Beispiel unsere Freunde vom Café Bubu, Fredos Eisdiele und Analog.Cafe mit im Team.

Fragt uns gerne, sodass wir euch euer Lieblingsgetränk mit ganz viel Liebe und ganz wenig Verpackungsmaterial mit auf euren Weg geben können.